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Sonja Höttger

Sonja Höttger

ledig, 2 Fellkinder

Eine Woche, nachdem im März 1993 unsere Langhaardackelhündin im Alter von 12,5 Jahren verstorben war, kam eine kleine Mischlingshündin aus dem Tierheim zu uns. Sie war schwer misshandelt worden, hatte bis zu ihrem 5. Lebensmonat isoliert in einer Scheune gelebt. Ihre Erfahrungen mit Menschen bestanden aus Schlägen und Fußtritten. Sie war der Auslöser, mich intensiver mit dem Verhalten und der Ausbildung von Hunden zu befassen. Sie verstarb im Juni 2009 nach fast 17 Jahren.

Genau 4 Jahre später übernahmen wir einen 5 Monate alten Bretonen-Rüden aus dem Tierheim. Mit beiden Hunden besuchte ich verschiedene Hundeschulen bzw. Hundevereine.

Der Rüde entwickelte jedoch im Alter von etwa 1 Jahr ein Problemverhalten.

Bei Hundebegegnungen regte er sich furchtbar auf, fing an zu bellen und versuchte, die anderen Hunde durch sein lautstarkes Verhalten auf Distanz zu halten, was natürlich auch Erfolg hatte. Das Verhalten steigerte sich immer mehr, da mir in den Hundeschulen geraten wurde, das Drohen und Bellen zu unterbinden, denn diesen Ungehorsam durfte ich als „Rudelführer“ doch nicht dulden. Niemand fragte aber nach der genauen Ursache für das (Fehl-)Verhalten meines Hundes.

Mein Rüde erschien mir sehr verunsichert und hatte im Umgang mit anderen Hunden eine Strategie entwickelt, ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“.

Im November 2001 lernte ich auf einem Seminar („Arbeit mit verhaltensauffälligen Hunden“) von Clarissa von Reinhardt, die Hundeausbildung nach animal-learn® genauer kennen. Schnell wurde klar, dass mein Rüde durch anhaltendes Mobbing in einer Junghundegruppe gelernt hatte, selbst andere Hunde zu mobben bzw. sich zu wehren und gegen andere zu verteidigen. In der Gruppe hieß es damals „Hunde klären alles unter sich“. Das ist nur eingeschränkt richtig. Es gibt Situationen, in denen mein Hund derart bedrängt wird, oft in Welpen- und Junghundegruppen zu beobachten, dass ich als Mensch eingreifen muss. Mein Hund hatte gelernt, dass er sich auf mich nicht verlassen kann und sich selbst helfen muss. Dabei wäre es meine Pflicht als Verantwortliche gewesen, meinem Hund beizustehen und ihn aus dieser unangenehmen Situation zu befreien.

Denken Sie daran, keinem Hundetrainer blindlings zu vertrauen. Hinterfragen Sie das, was Ihnen geraten wird und beobachten Sie Ihren Hund im Training. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!

Der Hund ist das beste Anzeichen. Er sollte sehr gern in seine Hundeschule gehen und mit Spaß beim Training dabei sein.

Profil

Zusätzlich habe ich im Laufe der letzten Jahre diverse Seminare und Vorträge folgender Fachleute besucht:

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